Wermut
Artemisia absinthium Asteraceae

Der Wermut ist bekannt für seine Bitterstoffe, besonders zur Herstellung von Wermutweinen und Kräuterlikören. Die Bitterstoffe sind so stark, dass sie selbst noch in einer Verdünnung von1: 25000 wahrgenommen werden und haben den Ausdruck "Wermutstropfen" geprägt.

Droge: Absinthii Herba
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Ätherische Öle (Thujon)
Anwendung und Wirkung:

Die Bitterstoffe des Wermuts wurden früher auch zu Absinthschnäpsen oder Likören verarbeitet, da diese stark positiv auf den Appetit und die Verdauung wirken. Allerdings wurden mehr und mehr Menschen richtig abhängig von diesen Schnäpsen und man konnte beobachten, dass diese sich mehr und mehr seltsam verhielten oder regelrecht immer dummer wurden... Die allgemeine Meinung, dass dies vom übermässigem Alkoholgenuss stammte, war falsch. Wermut beinhaltet den Stoff Thujon, der das zentrale Nervensystem schädigt und zu irreparablen Nervenschädigungen führt. Heute sind Absinthschnäpse verboten. Kleiner Bitterstoffmengen findet man noch in Aperitifs (Cinzano, Martini usw) und sind ungefährlich. Diese fördern die Speichel- ,Galle- und Magensaftproduktion.

Thujon wirkt auch auf die Gebärmutter und sollte deshalb in der Schwangerschaft vermieden werden